Neuer Küchenstil in der Salzburgerstube: Michiel Van den Berg

Nach Obertauern überrascht der niederländische Spitzenkoch Michiel van den Berg jetzt mit Alpin-Asiatischer Fusion in Zell am See.

Michiel Van den Berg (c) Peter Kühnl

Mit Michiel Van den Berg übernimmt ein renommierter niederländischer Spitzenkoch die kulinarische Leitung der Salzburgerstube in Zell am See. Seine Mission: den regionalen Gaumen mit innovativen Geschmackskombinationen zu überraschen. Verstärkt wird das Team durch den neuen Chef-Patissier Daniel Sarközi, der gemeinsam mit Van den Berg eine international geprägte Küchenbrigade formt.

Wenn alpine Klassiker auf asiatische Aromen treffen

Germknödel, Yuzu, Paprikakraut, Nussbutter, Matcha, Bladl… auf den ersten Blick scheinen österreichische Hausmannskost und asiatische Küche kaum Berührungspunkte zu haben. Doch genau hier setzt der Trend der Fusionsküche an, der nun in der Salzburgerstube eine zentrale Rolle spielt. Van den Berg hat diesen Stil bereits im Restaurant „Fritz & Friedrich“ in Obertauern erfolgreich geprägt. In Zell am See entwickelt er seine Handschrift weiter und zeigt, wie regionale Produkte mit internationalen Techniken und Aromen neu interpretiert werden können.

Grammeln, Yuzu und kreative Neuinterpretationen

Die Küche von Van den Berg verbindet alpine Zutaten mit der aromatischen Vielfalt Asiens, nicht als Spielerei, sondern als konsequentes kulinarisches Konzept. Im Mittelpunkt steht stets der Eigengeschmack der Produkte, der durch Säure, Umami, moderne Techniken und raffinierte Texturen vertieft wird.

Das wird besonders im Degustationsmenü deutlich: Hamachi mit Ponzu, Nussbutter-Espuma und Junglauch, modern interpretierte Grammelknödel mit Paprikakraut und italienischem Lardo, sowie Pinzgauer Bladl mit Sauerkraut, die das Menü regional verankern. Ein Yuzu-Sorbet mit Buttermilch-Matcha-Espuma und karamellisiertem Puffreis rundet das Geschmackserlebnis mit einer fernöstlichen Note ab.

„Mit großer Leidenschaft, Präzision und einem feinen Gespür für Aromen schafft Michiel mit seinem Team kulinarische Erlebnisse, die Menschen verbinden,“ betont Hoteldirektorin Bettina Tiefenbacher.

Die Salzburgerstube bietet mit ihren kunstvollen Holzarbeiten, dem traditionellen Kachelofen und dem Blick in den Garten ein stilvolles Ambiente für gehobene Gastronomie — und zugleich Raum für kreative Neuerungen.

Dessert-Handschrift mit internationalem Hintergrund

Für den süßen Abschluss ist Daniel Sarközi verantwortlich, der nach Stationen in namhaften Häusern weltweit die Rolle des Chef-Patissiers übernommen hat. Seine berufliche Laufbahn führte ihn unter anderem nach China, ins Hotel National Zermatt in der Schweiz, ins Palazzo Parisio auf Malta, nach Guadeloupe sowie in mehrere österreichische Spitzenbetriebe.

Unter seiner Leitung bleiben hausgemachte Desserts ein Markenzeichen der Salzburgerstube, erhalten jedoch zusätzliche Tiefe durch moderne Techniken und Aromen, die über klassische Hotelpatisserie hinausgehen, ohne die Tradition aus den Augen zu verlieren.

Salzburgerstube / Zell am See (c) Günter Standl